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Bei wenig Wind so um die 2 Bft. aus vielen Richtungen und hoher alter Dünung laufen wir die 57 nm unter Maschine außen herum. Nach ca. 9 Stunden erreichen wir trocken und gut geschüttelt Delfzijl - den ersten ausländischen Hafen auf unserer Reise. Was bleibt noch zu erwähnen. Nach unserer Ankunft gibt es einen unschönen Wetterbericht für die nächsten Tage - am nächsten Morgen pfeift auch schon wieder der Wind aus West bis Nordwest. Das heißt für uns Hafentage in den Niederlanden. Kaum in Delfzijl angekommen sind wir auch schon wieder mächtig eingeregnet. Die Vorhersage für die nächsten Tage sieht auch nicht rosig aus. Also nutzen wir die nächsten Tage ausgiebig, um die kleine Stadt an der Ems ausgiebig zu erkunden. Neben einem Industriehafen und dem Salpeterwerk besteht der Ort aus einem recht netten kleinem Stadtkern und mehreren kleinen Kanälen. Der Stadthafen im Binnenbereich ist mit vielen ständig bewohnten Schiffen belegt. Der Buttenhafen, in welchem auch wir die erste Woche verbringen dient eher dem Durchreiseverkehr. Allerdings ist der Service hervorragend und der Preis stimmt auch. Nach fünf Schlecht-Wetter-Tagen fällen wir eine Entscheidung. Da wir auf dem bisherigen Weg schon sehr viel Zeit verloren haben und die weiteren Wetterprognosen auch nicht viel versprechend sind, werden wir das Schiff binnen nach Frankreich bringen. Leider haben wir für die Kanäle mit zwei Metern viel zu viel Tiefgang. Also bleibt noch der Weg über Land. In der Zeitung werden wir schnell fündig auf der Suche nach einer geeigneten Spedition. Van de Wetering ist eine auf Schiffstransporte spezialisierte Spedition mit entsprechenden Trailern und den dazugehörigen Trucks. Nach einiger Suche finden wir auch in Delfzijl eine Werft, welche über einen entsprechenden Krahn verfügt. Innerhalb weniger Tage ist alles geregelt und wir vereinbaren als Termin den 5. August. Wie kann es anders sein, die nächsten Tage sind Wettermäßig erst einmal hervorragend. Aber auch nur in Holland denn in den Wetterberichten hören wir von schweren Regenfällen in Nord- und Ostdeutschland, Spanien und Italien. Freunde berichten uns per SMS, dass Ihre Biskaya- Überquerung auch erst beim zweiten Anlauf wegen des Wetters erfolgreich war und die Überfahrt auch nicht bei besten Wetter stattfand. Nun ja wir genießen die 3 sonnigen Tage in Delfzijl und auf dem Ems- Kanal bis wir in die Werft "Hunfeld" verholen, um unsere ANTARES transportfertig zu machen. Als wir die Werft erreichen ist die Pier voll besetzt. Der Werftleiter sagt uns über Handy, dass wir an einem Schiff längsseit gehen sollen, Wassertiefe ist ausreichend vorhanden. Leider nicht! Als wir an einem Schiff festmachen wollen, welches uns auch ein verlassen unserer ANTARES erlaub gibt es im letzten Moment einen ziemlichen Bums - von den Schienen der Helling, die unter Wasser verlaufen hatte er nichts gesagt. Zum Glück war das Anlegemanöver schon fast abgeschlossen und ich hatte bereits den Rückwartsgang drin. Dadurch beschränkte sich der Schaden auf einen gehörigen Schrecken und etwas Antifouling vom Kiel. Bis zum nächsten Morgen machen wir nun an einem Schlepper fest. Leider ist das von Bord Gehen fast unmöglich, da der Schlepper an einem Schleppkahn liegt, welcher ein Freibord von fast 2,5 Metern hat. Am nächsten morgen wird ein Platz an der Pier frei. Die Vorbereitungen laufen problemlos und die Hilfe durch das Werftpersonal ist OK. Montags 09.00 Uhr ist die ANTARES klar zum verladen. Montags erscheint gegen Mittag der Kran und der Truck. Das Verladen erfolgt schnell und professionell auch Regina wird zusehends ruhiger. Nach einer Stunde ist die ANTARES verladen und verzurrt. Die Reise nach Port St. Louis kann beginnen. Regina nimmt den Zug, ich selbst fahre im LKW mit. zum Vergrößern auf die Fotos klicken: |
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Copyright © Regina Behrens und Michael Krause |