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Es geht weiter!
Nachdem wir einen geruhsamen Winter in L'Estartit verbracht haben, sind wir
nun am 28.02.2003 weitergesegelt in Richtung Süden. Unser erstes Ziel war St.
Feliu de Goixols. Hier konnten wir den Karneval miterleben. Eine sehr
interessante Mischung aus Karneval in Rio und einem Rosenmontagsumzug in Köln.
Leider bietet der Hafen im Winter nichts Aufregendes. Sämtliche Schwimmstege
und Moorings sind abgebaut. Elektrizität und Wasser gibt's auch nicht, was für
uns kein Problem war, da beides in ausreichenden Mengen vorhanden war.
Anker werfen im Hafenbecken war natürlich verboten. Also lagen wir längsseits an der Fishermans Peer und hatten zwei Tage mit beachtlichem Schwell im Hafen zu
kämpfen, der auch ein vernünftiges und gesundes Schlafen verhinderte. Also sind
wir schon am Sonntag morgen wieder in Richtung Barcelona weitergefahren. Später
haben wir noch festgestellt, dass zwei Fender den Aufenthalt nicht überstanden
haben, wodurch das kostenlose Liegen dann auch wieder ausgeglichen war.
Eigentlich wollten wir dann nur bis Blanes weiterfahren und erstmal richtig
ausschlafen ( nicht gerüttelt ), aber der Hafen war bis zum Bersten voll. Also
weiter nach Arenys de Mar. Hier fanden wir auch wieder Platz. Es ist erstaunlich,
wie erholsam ein Schlaf ohne Schwell sein kann. Da der Ort nichts weiter bietet,
ging es am nächsten Morgen gleich weiter nach Barcelona. Als Erstes in den
Port Olympico.
In Port Olympico findet der zahlungskräftige Tourist erstmal alles, was der
Magen begehrt direkt am Kai. Rund um das Hafenbecken sind nicht weniger als 44
Restaurants geöffnet. Einen Supermarkt findet man etwas abseits, aber bequem zu
Fuß zu erreichen. Das Drumherum erinnert an ein typisches
Geschäftsviertel. Nichts für uns und deshalb verholen wir uns in den 2. Hafen
von Barcelona - Port Vell.
Da der Wind genau aus Südwest kommt und die Reede vor Barcelona voll von
Berufsschiffen ist benötigen wir, da wir die Strecke auf jeden Fall ersegeln
wollen, fast 3,5 Sunden. Die Strecke beträgt normalerweise etwa 7 NM, gefahren
sind wir 16 NM. Wer wie wir eine Masthöhe von 17,5 m über Wasser hat und ein
Hafenhandbuch aus Spanien in dem die Brückendurchfahrt mit 17,5 m angegeben ,ist
kann beruhigt auf die Brücke zuhalten, am Pfeiler steht 18,50 m. Wer wie wir
Mittags einläuft, und per Funk versucht Port Vell zu erreichen stößt auf taube
Ohren bzw. ausgeschaltete Funkgeräte. Deshalb ist es besser gleich auf Canal 16
Barcelona Portcontrol zu kontaktieren oder direkt durchzufahren. Den
Meldesteiger für Port Vell findet man dann direkt an der Tankstelle an
Steuerbord. Ab 16.00 Uhr ist die Capitania wieder besetzt und man bekommt einen
Platz zugewiesen. Die Liegegebühren sind hier im Gegensatz zu Port Olympico
ausgesprochen human.
Hier findet man auch eine Menge Überwinterer aus der Ganzen Welt, welche
Anfang März Ihre Schiffe langsam wieder Flott machen. Nach ausgiebigen Rundgang
durch und um den Hafen kommen auch wir zu dem Schluss, wenn wir noch einmal in
dieser Ecke der Welt überwintern, dann hier. Besonders angenehm ist zu
vermerken, das die Duschräume hier im Winter geheizt sind. Waschmaschine und
Trockner sind auch vorhanden. Auch bietet die Altstadt, die sich rund um den
Hafen erstreckt ein netteres Ambiente als die Hochhäuser rund um Port Olympico.
Die Restaurants am Platze sind weitaus günstiger und das gilt auch für die
Einkaufsmöglichkeiten. Das Nationalmuseum von Katalonien befindet sich direkt am
Hafen.
Nach einigen Tagen geht es dann weiter nach Torredembarra. Mit wenig Wind aus
SW als genau daher wo wir hinwollen, freuen wir uns mal wieder über das
Funktionieren des Motors. Nach 7 Stunden Fahrt, laufen wir dann völlig
unspektakulär in Torredembarra ein. Hier wollen wir uns mit einigen Freunden,
die wir in Port Napoleon im letzten Jahr kennen gelernt haben treffen.
zum Vergrößern auf die Fotos klicken:
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So sieht man aus, wenn man Anfang März im
Mittelmeer segelt |
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Erholen und arbeiten in Torredembarra |
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Seltsame Meeresbewohner |
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